
Ihr Weg zur eigenen Solarenergie
Zunehmend mehr Haushalte und Unternehmen möchten unabhängig Strom erzeugen und setzen auf eine eigene Solaranlage. Als Ihr lokaler Energiepartner begleiten wir Sie auf diesem Weg. Um Ihnen den Einstieg zu erleichtern, haben wir einen umfassenden Leitfaden erstellt. Er zeigt Ihnen, welche Faktoren bei der Planung und Installation entscheidend sind – von der Analyse der baulichen Möglichkeiten über die wirtschaftliche Bewertung bis hin zur Montage und Inbetriebnahme. So sind Sie optimal auf den Weg zur eigenen Energieversorgung vorbereitet.
1. Eignung überprüfen
Das Solarkataster NRW liefert erste Hinweise darauf, ob sich eine PV-Anlage auf Ihrem Dach wirtschaftlich lohnt. Ideal sind Dächer mit Ausrichtung zur Südseite und einer Neigung von rund 30°. Doch auch bei anderen Dachausrichtungen, wie einer Ost-West-Orientierung, kann eine Solaranlage rentable Erträge liefern. Auf Flachdächern lassen sich die Module der Anlage flexibel durch Aufständerung ausrichten.
Eine Photovoltaikanlage bringt zusätzliches Gewicht auf das Dach. Daher ist es wichtig, im Vorfeld zu prüfen, ob die Statik des Gebäudes dafür ausgelegt ist. Da PV-Anlagen in der Regel über Jahrzehnte betrieben werden, empfiehlt es sich, geplante Dachsanierungen entweder vorher oder gleichzeitig mit der Installation durchzuführen.
Photovoltaik-Anlagen dürfen in Nordrhein-Westfalen grundsätzlich ohne Baugenehmigung auf Dächern oder Außenwänden installiert werden (§65 der Landesbauordnung NRW). Eine Ausnahme gibt es für denkmalgeschützte Gebäude – hier ist eine spezielle Genehmigung erforderlich.
2. Wirtschaftlichkeit einer Solaranlage bewerten
Anlagengröße: Für eine Photovoltaikanlage mit einer Leistung von etwa 1 kWp benötigt man je nach Modultyp rund sechs bis acht Quadratmeter Dachfläche. In der Region Westmünsterland kann eine optimal ausgerichtete Anlage pro kWp jährlich rund 1.000 kWh Strom erzeugen. Allerdings ist es nicht immer die wirtschaftlich sinnvollste Lösung, die Anlage exakt auf den Eigenverbrauch abzustimmen. Kleinere Systeme sind pro kW-Leistung meist teurer als größere, da Fixkosten einen größeren Anteil an den Gesamtkosten ausmachen.
Montageaufwand: Die Installation ist ein bedeutender Kostenfaktor, dennoch sollte man hier keinesfalls sparen. Es wird dringend empfohlen, ein zertifiziertes Fachunternehmen zu beauftragen, um eine einwandfreie Umsetzung sicherzustellen. Passende Anbieter aus der Region sind in unserem Installateursverzeichnis zu finden.
Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) gewährt zeitweise günstige Kredite für die Planung, Projektierung und Installation. Wichtig: Die Beantragung muss vor Vertragsabschluss erfolgen. Auch andere Banken gewähren Kredite für die Finanzierung, unabhängig von der KfW.
Vor dem Hintergrund der stetig steigenden Strompreise, lässt sich die Frage in einem Großteil der Fälle mit "Ja" beantworten. Speziell bei einem hohen Eigenverbrauch der erzeugten Energie. Die Rendite hängt eng mit folgenden Faktoren zusammen:
- Anschaffungs- und Installationskosten
- Finanzierungskonditionen
- Förderung
- Steuerliche Behandlung
Ob sich eine Solarstromanlage für Sie rechnet, können Sie online mit dem Renditerechner der Stiftung Warentest abschätzen.
Bei Anlagen unter 3 kWp machen die Installationskosten einen sehr hohen Anteil aus, so dass sich eine Wirtschaftlichkeit hier schwer erreichen lässt.
3. Planungs und Vorbereitung
Nun geht es darum, passende Angebote für die Installation Ihrer Solaranlage zu bekommen. Werfen Sie einen Blick in unser Installateursverzeichnis, dort finden Sie qualifizierte Fachbetriebe in Ihrer Nähe. Genaue Preisangaben sind in der Regel erst nach einer Besichtigung vor Ort möglich.
Falls Sie Fördergelder nutzen möchten, sollten die entsprechenden Anträge nun eingereicht werden. Beachten Sie dabei, dass die Beauftragung eines Installationsbetriebs erst nach Erhalt des Förderbescheids erfolgen darf.
Parallel dazu kann bereits die Anmeldung Ihrer PV-Anlage bei uns geschehen. Wir empfehlen, diesen Schritt frühzeitig zu erledigen, da die Bearbeitung einige Wochen benötigt.
Sobald Sie einen Anbieter gewählt haben, eine Zustimmung des Netzbetreibers vorliegt und – falls erforderlich – der Förderbescheid genehmigt wurde, kann der Installationstermin vereinbart werden. Zusätzlich kann bereits der Antrag auf die Installation des Stromzählers gestellt werden. Oft übernimmt Ihr Installateur diese Formalität für Sie.
4. Montage der Photovoltaikanlage
Die Installation einer Solaranlage nimmt in der Regel nur wenige Tage in Anspruch. Meistens wird zuerst ein Gerüst aufgebaut. Hierbei ist es ratsam, diese Aufgabe Fachkräften zu überlassen, da sonst Haftungsrisiken bei Schäden oder Unfällen bestehen.
Auf dem Dach erfolgt die Montage in mehreren Schritten: Zunächst werden die Dachhaken befestigt, anschließend werden die Montageschienen montiert. Danach werden die Solarmodule eingesetzt und miteinander verkabelt. Sobald dies abgeschlossen ist, können der Wechselrichter und – falls vorgesehen – ein Speicher installiert werden. Abschließend wird die Anlage mit dem Stromzähler verbunden.
Nach der erfolgreichen Inbetriebnahme kann die Anlage beim zuständigen Finanzamt gemeldet werden. Diese Registrierung ist notwendig, da die Anmeldung im Marktstammdatenregister erst mit einer Steuernummer möglich ist.
5. Inbetriebnahme der Anlage
Sobald Ihre Photovoltaikanlage montiert ist, erfolgt die Inbetriebnahme. Damit alles reibungslos verläuft, benötigen wir als Netzbetreiber spätestens eine Woche vor dem Start alle noch ausstehenden Unterlagen, die in der Genehmigung aufgeführt sind. Dazu gehören unter anderem:
- Inbetriebssetzungsprotokoll Erzeugungsanlagen über 135 kW
- Inbetriebsetzungsprotokoll Erzeugungseinheiten bis 135 kW
- Inbetriebsetzungantrag
- Nachweis der Registrierung im Marktstammdatenregister (Hierfür brauchen wir die Steuernummer des Finanzamts)
- Weitere erforderliche Dokumente, die in Ihrer Einspeisegenehmigung aufgeführt sind
In der Regel übernimmt Ihr Installationsbetrieb diese Formalitäten für Sie.
Bitte informieren Sie uns frühzeitig über den geplanten Inbetriebnahmetermin, damit wir zeitnah die Installation des Zählers veranlassen können.
6. Einspeisung und Vergütung
Sobald die Anlage erfolgreich in Betrieb genommen und alle erforderlichen Nachweise übermittelt wurden, schließen wir mit Ihnen eine Vereinbarung zur Gutschrift Ihrer Einspeisevergütung ab. Dabei können Sie entscheiden, welche Auszahlungsform und -häufigkeit für Sie am besten passt.
Die meisten Anlagenbetreiber entscheiden sich für eine monatliche Abschlagszahlung, die sich an der prognostizierten Jahresvergütung orientiert.

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Team Netzanschluss Strom
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