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Aktuelle Nachrichten

  • Themenkochkurse 2018 für Erwachsene und Jugendliche Aus organisatorischen Gründen ist es uns leider derzeit nicht möglich, Themenkochkurse für 2018 anzubieten. Sobald wieder Kurse buchbar sind, werden wir Sie auch an dieser Stelle informieren.
  • „Martin-Luther-Kinder“ schmücken Weihnachtsbaum der Stadtwerke Coesfeld - Strahlende Kinderaugen gab es in der vergangenen Woche bei den Stadtwerken Coesfeld, als die Kinder des Evangelischen Familienzentrums Martin Luther den Tannenbaum in der Eingangshalle der Stadtwerke Coesfeld GmbH an der Dülmener Straße schmückten.
  • Ein Blick auf den Zähler Coesfeld - Der Ableseservice der Stadtwerke Coesfeld GmbH wird zur Vorbereitung auf die Jahresabrechnung von Donnerstag, 30. November 2017 bis Samstag, 23. Dezember 2017, im gesamten Versorgungsgebiet die Zählerstände für Gas, Wasser und Strom ermitteln.

Das neue Wasserwerk Coesfeld

Wasser für Coesfeld

Sauberes Trinkwasser ist kein Zufall. Es ist das Ergebnis einer technisch aufwändigen Aufbereitung, die ihren Preis hat.

Für 6,1 Millionen Euro haben die Stadtwerke Coesfeld GmbH von 2007 bis 2009 ein neues Wasserwerk am Fuße des Coesfelder Berges gebaut – genau an der Stelle, an der die Stadt Coesfeld 1907 mit der Förderung von Rohwasser begann und so die Versorgung der Bevölkerung mit sauberem Trinkwasser zu einer öffentlichen Aufgabe machte.

Bei Vollauslastung können im neuen Wasserwerk stündlich bis zu 550 Kubikmeter Rohwasser zu kristallklarem Trinkwasser aufbereitet werden – 250 Kubikmeter mehr, als die alte Anlage schaffte. Die ausreichende Versorgung mit qualitativ hochwertigem, natürlichem Trinkwasser ist damit für viele Jahre gesichert. Im Durchschnitt werden im Wassergewinnungsgebiet Coesfeld pro Jahr 1,6 Millionen Kubikmeter Grundwasser zu Trinkwasser aufbereitet.

Aus Rohwasser wird Reinwasser

  1. Rohwassergewinnung und -förderung
    In fünf Brunnen wird aus einer Tiefe von bis zu 100 Metern das Rohwasser gefördert und ins Wasserwerk gepumpt.
  2. Physikalische Entsäuerung
    In zwei Rieslern findet im Wasser ein Gasaustausch statt: Die Konzentration von Kohlensäure und Stickstoff wird reduziert und das Wasser
    mit Sauerstoff angereichert. Die Reduzierung der Kohlensäure macht die Enthärtung kostengünstiger und der Sauerstoff unterstützt die Entfernung von Eisen und Mangan, die sich in geringen Mengen im Wasser befinden.
  3. Zwischenspeicherung
    Nach der physikalischen Entsäuerung wird das Wasser in zwei je 30 Kubikmeter große Zwischenspeicher geleitet. Von dort wird es mit Pumpen durch die Enthärtung und die nachfolgende Filtration gefördert.
  4. Enthärtung
    Die zwei fast zwölf Meter hohen Reaktoren für die Enthärtung, teilweise gefüllt mit einem Schwebebett aus Quarzsand, sind das Herzstück der Anlage. In ihnen wird das calciumreiche und darum harte Tiefenwasser mit Kalkmilch versetzt. Die Kalkmilch sorgt dafür, dass Calcium als Kalkstein ausfällt. Der Kalkstein lagert sich, wie auch Spuren von Eisen und Mangan, am Quarzsandab. Wenn das Wasser eine mittlere Härte oder – nach alter Skala – 10° deutscher Härte aufweist, ist der Prozess beendet.
  5. Neutralisierung
    Kohlensäure wird zugefügt, bis sich das Wasser auf den günstigen pH-Wert von 7,7 eingependelt hat.
  6. Filtration
    In vier Filterbehältern, gefüllt mit Quarzsand und Anthrazit, wird das enthärtete Wasser von Trübstoffen befreit und in zwei je 350 Kubikmeter großen Reinwasserbehältern gespeichert.
  7. Desinfektion
    Eine Sicherheits-/Bedarfsdesinfektion erfolgt mittels Chlorgas.
  8. Trinkwasserförderung und -speicherung
    Drei Pumpen befördern das aufbereitete Trinkwasser in den Hochbehälter auf dem Coesfelder Berg. Von dort aus liefern die Stadtwerke das Trinkwasser mit einem gleichmäßigen Druck von fünf bis sechs bar an Haushalte und Gewerbekunden.

Zwei Wasserwerke – ein Verbund

Die Stadtwerke Coesfeld GmbH versorgen 70.000 Menschen mit sauberem Trinkwasser. Zum Versorgungsgebiet gehören nicht nur Coesfeld und Lette, sondern auch die Gemeinden Rosendahl, Legden, Asbeck und Dülmen-Rorup. Zudem erhalten Nottuln und Billerbeck Trinkwasser aus Coesfeld.

Um die Versorgung der Menschen mit dem Lebensmittel Nr. 1 sicherzustellen, bildet das Wasserwerk Lette mit dem Wasserwerk Coesfeld einen leistungsfähigen Verbund. Das Wasserwerk Lette wurde in den Jahren 2000 und 2001 von Grund auf modernisiert.

Rund drei Millionen Kubikmeter Wasser bereiten die Wasserwerke im Jahr auf. Verteilt wird es über ein 212 Kilometer langes Rohrnetz, in dessen Instandhaltung und Modernisierung die Stadtwerke Coesfeld regelmäßig investieren.

Beide Wasserwerke liefern in etwa die gleiche Verbraucher. Rund drei Millionen Kubikmeter Wasser bereiten Menge Reinwasser und arbeiten dabei unabhängig voneinander. Das schafft Sicherheit für die Verbraucher.

Ohne Wasser kein Leben

Trinkwasser ist lebensnotwendig. Die Qualität kann nicht hoch genug sein. Die Einhaltung der strengen Grenzwerte für unser Trinkwasser lassen die Stadtwerke durch ein zugelassenes, unabhängiges Labor kontrollieren. Zusätzlich erfolgt eine Überwachung durch das Gesundheitsamt.

Verantwortung für das Wasser tragen aber alle. Denn jeder Tropfen, der verbraucht wird, kehrt in den Kreislauf zurück. Je sparsamer wir mit dem wertvollen Rohstoff umgehen, je weniger wir ihn verschmutzen, umso intakter bleibt unser Wasserhaushalt als Grundlage einer gesunden Umwelt.